Uwe Naumann, Integrationshelfer

Ich strebe ich nun eine Stelle als Inklusionshelfer in Vollzeit an und bin zuversichtlich, bald eine Anstellung zu finden.

Interview mit Herr Uwe Naumann am 05.08.2019.

Er war bei der EuBiA in einem Kurs der beruflichen Weiterbildung, Integrationshelfer (Zeitraum: 11/2018 – 05/2019).

Herr Naumann, können Sie uns bitte kurz schildern, wie Sie die Klassengemeinschaft Ihres Kurses erlebt haben und angeben, welche Weiterbildung Sie bei der EuBiA absolviert haben?

Ich habe meine Weiterbildung zum Integrationshelfer im November 2018 begonnen und im Mai 2019 erfolgreich abgeschlossen. Unsere Klassengemeinschaft würde ich im Nachhinein mit der Note 1+ beurteilen. Es hat keinen Unterschied gemacht, aus welchem Herkunftsland ein Mitschüler kam oder wie alt man war. Unser Zusammenhalt war sehr gut. Wir haben uns auch nach dem Unterricht über Lerngruppen gegenseitig unterstützt und jeder hatte für den anderen ein offenes Ohr.

Gibt es vielleicht jemanden aus dem Kurs, zu dem Sie heute noch Kontakt haben?

Ja, ich besuche meine ehemaligen Mitschüler auch heute noch gerne und wir halten regelmäßig über eine WhatsApp-Gruppe Kontakt.

Warum haben Sie sich dazu entschieden, Ihre Weiterbildung zum Integrationshelfer bei der EuBiA zu absolvieren?

Insgesamt habe ich in meinem Leben schon fünf Berufe erlernt und war eine Zeit lang selbständig. Meine Selbständigkeit musste ich aufgrund der Konkurrenz aufgeben. Die vorherigen Tätigkeiten waren entweder nicht mehr zeitgemäß und wurden eingestampft, sind durch Standortschließungen weggefallen oder ich musste diese, wie bei meiner letzten Tätigkeit, aus persönlichen bzw. gesundheitlichen Gründen aufgeben. Auf der Suche nach einer neuen beruflichen Ausrichtung wurde mir durch das Jobcenter die Qualifizierung zum Integrationshelfer angeboten. Da ich früh die Verantwortung für meine kleineren Geschwister übernommen habe und mir die Arbeit mit Jugendlichen sehr liegt, stand der Entschluss schnell fest, die angebotene Weiterbildung zu beginnen.

Womit haben Sie sich zu Beginn der Weiterbildung schwergetan? Was hat Sie motiviert, dran zu bleiben?

Da ich seit 40 Jahren aus dem Lernprozess raus bin, war der Start für mich persönlich schwer. Ich habe schnell daran gedacht die Weiterbildung abzubrechen, da mir der Lernstoff in der kurzen Zeit als zu viel erschien. Was mich allerdings motiviert hat, trotzdem weiter zu machen, war der hohe Einsatz und die persönlichen Gespräche mit den Dozenten. Sogar während der Zeit des Praktikums wurden wir von den Dozenten erstklassig unterstützt.

Welche Lerninhalte haben Ihnen persönlich und im Beruf besonders genutzt?

Während meiner Zeit bei der EuBiA konnte ich aus dem Unterricht viel mitnehmen. Vor allem das Fach Psychologie hat mich fasziniert. Aber auch der Fachbereich Ernährung hat mich positiv beeinflusst. Ich konnte hiervon auch viel für mich selbst übernehmen. Da ich selbst Kinder habe, war auch der Bereich Pädagogik sehr interessant. Aufgrund der besprochenen Themen sieht man die Erziehung der Kinder auch wieder anders. Das Fach Gebärdensprache hat mich beeindruckt. Der Unterricht war nicht trocken und die Dozentin hat uns mit der praktischen Anwendung im Unterricht positiv überrascht. Wir wurden super geschult und konnten die neu erlernte Sprache direkt anwenden.

Wie sieht es mit dem praktischen Teil der Weiterbildung aus? Wo haben Sie Ihr Praktikum absolviert?

Mein Praktikum habe ich in einer Psychiatrie absolviert. Die Abteilung nannte sich „Haus 33“ und war eine Werkstatt für Menschen, die langsam wieder in den Alltag eingegliedert wurden. Die Zeit war hart, aber ich würde im Nachhinein sagen, dass der praktische Teil der Ausbildung ein absolutes Muss ist. Nur die Theorie zu lernen wäre falsch, da man auch herausfinden muss, wie das Gelernte umgesetzt werden kann. Der eigene Stil kann während des Praktikums gefunden werden und es wird einem klar, dass man den Beruf als Integrationshelfer auch wirklich ausüben möchte.

Wie hat sich Ihr Leben nach der Weiterbildung verändert? Wie ist Ihre jetzige Arbeitssituation?

Der erst Gedanke nach meinem Abschluss zum Integrationshelfer war, eine Stelle als Streetworker anzutreten. Hierfür fehlt mir aber ein Studium im Bereich der Sozialarbeit. Da ich vor kurzem ehrenamtlich fünf Kinder im Nachhilfeunterricht betreut habe und ich dadurch die Arbeit gerade mit älteren Kindern zu schätzen gelernt habe, strebe ich nun eine Stelle als Inklusionshelfer in Vollzeit an. In der letzten Zeit konnte ich einige Kontakte in diesem Bereich aktivieren und bin zuversichtlich, bald eine Anstellung zu finden.

Herr Naumann, wir danken Ihnen recht herzlich, dass Sie uns noch einmal in unserer Akademie besucht haben und wünschen Ihnen nur das Beste für Ihre Zukunft!

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