Ingo Rektor, Betreuungspädagoge

Ich arbeite seit März 2019 als Integrationshelfer in Festanstellung in einem Familiengestützten Dienst.

Interview mit Herr Ingo Rektor am 30.07.2019.

Er war bei der EuBiA in einem Kurs der beruflichen Weiterbildung, Betreuungspädagoge (Zeitraum: 11/2017 – 11/2018).

Herr Rektor, wieso haben Sie sich damals für eine Weiterbildung bei der EuBiA entschieden?

Ich bin eigentlich gelernter Maurermeister. Nach meiner Ausbildung habe ich jahrelang bei der Bundeswehr gearbeitet und auch selbst angehende Kollegen bei der Bundeswehr ausgebildet und Seminare geleitet. Irgendwann hatte ich Angst, für den ersten Arbeitsmarkt vielleicht zu spät dran zu sein. So kam die Überlegung auf, durch eine Ausbildung oder Qualifizierung wieder in den Arbeitsmarkt einzusteigen. Da ich Kinder und Jugendliche gerne gefördert und bestärkt habe, z.B. durch das Fußballtraining, dachte ich an die Ausbildung um Erzieher. Allerdings waren mir die drei Jahre Ausbildungszeit zu lang, sodass ich mich nach Alternativen umsah.

Auf die EuBiA bin ich durch das Jobcenter Duisburg aufmerksam geworden. Der Bereich des Betreuungspädagogen bei der EuBiA umfasst alle Möglichkeiten, im späteren Berufsalltag sowohl mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten, oder aber auch mit Senioren und Menschen mit Behinderungen/Beeinträchtigungen. Das hat mir sehr gut gefallen. Eine derartige Weiterbildung wurde in der Form woanders nicht angeboten. So habe ich dann die Weiterbildung bei der EuBiA gestartet.

Wie haben Sie Ihre Klassengemeinschaft bei der EuBiA wahrgenommen?
Ist es seltsam, auf einmal wieder in die Rolle eines Schülers zu schlüpfen?

Och, der reale Unterricht in einer Klasse hat mir gar nichts ausgemacht. Ich kannte das ja durch meine aktive Zeit bei der Bundeswehr. Dort hatte ich selbst jahrelang Unterricht gestaltet und wusste, worauf man sich dabei einlässt. Unsere Klasse hatte sich auch sehr schnell gut eingefunden und zusammengerauft. Nach einiger Zeit waren wir ein richtiges Team geworden. Außerdem waren die Dozenten klasse und haben uns viel beigebracht. Sicherlich gab es mal die eine oder andere verbale Auseinandersetzung, das wurde dann aber schnell ausdiskutiert und geklärt.

Haben Sie noch Kontakt zu den Klassenkameraden oder Dozenten?

Ja, wir haben innerhalb der Klasse noch Kontakt per Telefon. Auch zu dem ein oder anderen
Dozenten halte ich Kontakt, schließlich braucht man vielleicht mal den einen oder
anderen beruflichen Rat. Das ist eine tolle Sache!

Welche Fächer oder Inhalte aus der Weiterbildung bei der EuBiA haben Ihnen geholfen, Ihren jetzigen Berufsalltag zu meistern?

Eigentlich hilft einem alles weiter. Vor allem die Inhalte aus den Bereichen Ethik, Erziehungswissenschaften und Recht verhelfen mir heute dazu, bei der Arbeit mit den Kindern und Eltern die richtigen Fragen zu stellen und mich korrekt zu verhalten. Außerdem war es mir immer wichtig, an konkreten Fallbeispielen zu lernen. Das macht das Lernen bei der EuBiA aus. Und nicht zuletzt haben die intensiven Praktikumszeiten dazu verholfen, dass ich mich voll und ganz in dem Bereich gesehen habe, auch wenn die Praxis oft gezeigt hat, woran man an sich selbst arbeiten muss.

Wie hat sich Ihr Leben nun nach der Weiterbildung bei der EuBiA verändert?

Die berufliche Situation ist gut und sehr abwechslungsreich. Ich habe durch die klaren Arbeitszeiten und Absprachen mehr Zeit für meine eigene Familie. Das hatte ich lange Zeit nicht. Außerdem ist ein geregelter Ablauf super.

Und dürfen wir erfragen, wo Sie heute arbeiten?

Ich arbeite seit März 2019 als Integrationshelfer in Festanstellung in einem Familiengestützten Dienst, anhängend einer großen sozialen Einrichtung. Dort betreue ich einen aufmerksamkeitsintensiven Jungen und begleite ihn im Kitaalltag. Natürlich findet diese Arbeit immer in enger Abstimmung mit den Eltern statt. Das Kind hat sprachliche Defizite und benötigt daher eine direkte Betreuung. Die Eltern nehmen diese Hilfe gerne in Anspruch, damit der Junge die Möglichkeit hat, einen ganz normalen Kitaalltag zu erleben. Es macht mir große Freude, dem Jungen zu helfen und ihn zu unterstützen. Am Anfang war es ine große Herausforderung, aber bereits nach kurzer Zeit haben wir uns super aneinander gewöhnt, die Arbeit mit den Eltern ist auch sehr gut und so macht die Arbeit viel Spaß. Ich kann sogar bei Terminen mit z.B. dem Logopäden dabei sein, um die Fortschritte des Jungen begleiten zu können.

Das hört sich alles wirklich sehr gut an. Es freut uns, dass Sie nach der Qualifizierung bei uns so schnell eine neue Arbeitsstelle gefunden haben, die Ihnen Spaß macht! Wie geht es jetzt für Sie weiter?

Ich möchte den Jungen auf jeden Fall bis zu seinem Einstieg in den Schulalltag begleiten. Mal sehen, was dann Neues passiert. Außerdem möchte ich in Zukunft auch noch weitere Fortbildungen für den Gebrauch im Kitaalltag machen. Zum Beispiel möchte ich mehr über spezielle Angebote und Spiele für Kinder mit Beeinträchtigung kennenlernen.

Herr Rektor, wir danken Ihnen herzlich für das Gespräch und wünschen Ihnen alles Gute für die Zukunft!